<?xml version='1.0'?><rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" ><channel><title><![CDATA[VDA Partner Portal: Standortbedingungen verursachen existenziellen Druck in der Industrie]]></title><link>https://www.automotive-collab.com/blog/view/79219/standortbedingungen-verursachen-existenziellen-druck-in-der-industrie</link><atom:link href="https://www.automotive-collab.com/blog/view/79219/standortbedingungen-verursachen-existenziellen-druck-in-der-industrie" rel="self" type="application/rss+xml" /><description><![CDATA[]]></description><item><guid isPermaLink="true">https://www.automotive-collab.com/blog/view/79219/standortbedingungen-verursachen-existenziellen-druck-in-der-industrie</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 09:53:20 +0200</pubDate><link>https://www.automotive-collab.com/blog/view/79219/standortbedingungen-verursachen-existenziellen-druck-in-der-industrie</link><title><![CDATA[Standortbedingungen verursachen existenziellen Druck in der Industrie]]></title><description><![CDATA[<p>Dass die wirtschaftspolitischen Realitäten und die Standortbedingungen in Deutschland und Europa im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig sind, darauf weist der VDA gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen seit Jahren anhand konkreter Zahlen, Daten und Fakten hin. Unsere Warnungen wurden zwar wahrgenommen, die Konsequenzen – also der notwendige Kurswechsel – blieben bisher bedauerlicherweise weitgehend aus.<br />Man kann diesen drängenden Handlungsbedarf nicht oft genug betonen, denn die Realität hat die politischen Ziele und Ansätze überholt und gefährdet zunehmend auch Arbeitsplätze. Die Folgen der Standortkrise treffen die gesamte europäische Industrie, immer sichtbarer, spürbarer und dramatischer. Deshalb muss alles, was Wachstum schafft, Priorität haben – sei es mit Blick auf die Sozialabgaben, Steuern, Energiepreise, Bürokratieaufwand oder auch Flexibilisierungen am Arbeitsmarkt. Diese Felder müssen – gemeinsam mit einem technologieoffenen Ansatz mit Blick auf die Zukunftsherausforderungen – weiter dringend und umfassend adressiert und mit konkreten Reformen angegangen werden. Die Analyse des Bundeshaushalts 2027 hat es einmal mehr gezeigt: Die Handlungsoptionen werden weniger, umso dringender brauchen Deutschland und Europa mutige Entscheidungen. Umfassende und einschneidende Reformen sind notwendig, um zurück zu Wachstum zu finden. Nur so können wir auch den kommenden Generationen ein Leben in Wohlstand, mit ausreichend Arbeitsplätzen und funktionierenden Sozialsystemen ermöglichen. Es geht also auch um Generationengerechtigkeit, um die soziale Notwendigkeit, zu handeln. Wer dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben will, muss heute die Voraussetzungen für den Erfolg von morgen schaffen. Nicht zu handeln wäre unsozial. Auch die Tarifparteien müssen einen konstruktiven Beitrag leisten. </p><p>Aus Sicht der Automobilindustrie enthält der kommende Bundeshaushalt dennoch einige positive Punkte. Vor allem im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität wird die Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland über Jahre erkennbar finanziell gestärkt. Außerdem stehen beispielsweise für die Förderprogramme ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) und IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung) mit ca. 540 Mio. Euro und ca. 230 Mio. Euro in etwa so viele Mittel wie 2026 zur Verfügung. Der vorübergehende Antragsstopp des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) in dieser Woche macht umso deutlicher, wie wichtig eine auskömmliche Finanzierung für dieses erfolgreiche und für den Mittelstand wichtige Programm ist. <br /> <br />Beim Rohstofffonds strebt die Bundesregierung nun in den kommenden Jahren ein Beteiligungsportfolio von 1,5 Mrd. Euro an. Die Absicherung der Beteiligungen soll über den Bundeshaushalt erfolgen. Zudem sind für 2027 rund 49 Mio. Euro aus dem ERP-Sondervermögen für Investitionen in deutsche Start-ups und Scale-ups vorgesehen. Hier wäre es wünschenswert, wenn auch mittelständische Unternehmen ausdrücklich inkludiert wären. Hinzu kommen mit dem Wachstums- und Innovationskapital im Deutschlandfonds drei Mio. Euro für die Stärkung von Unternehmensgründungen, innovativen Start-ups und den Mittelstand.  <br />  <br />Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Die Bundesstraßen und Autobahnen bleiben strukturell unterfinanziert. Zwar belaufen sich die geplanten Investitionsausgaben hier auf über 11 Mrd. Euro, der notwendige Aufwuchs bleibt aber aus. Mit der vorgesehenen Kreditfähigkeit der Autobahn GmbH wäre aber zumindest ein weiterer Schritt zur Wiederherstellung des Finanzierungskreislaufs Straße getan. Mittelfristig bleiben die Infrastrukturinvestitionen aber trotz steigender Staatsausgaben unter dem notwendigen Niveau.  <br />  <br />Der Zukunftsfonds Automobilindustrie soll um 13 Mio. Euro gegenüber dem laufenden Jahr abschmelzen. 2027 sollen diesem Fonds 75 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Über ihn werden unter anderem die Transformations-Netzwerke und Transformations-Hubs gefördert, zu deren Hauptzielen es gehört, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Stakeholder miteinander zu vernetzen, Wissenstransfer hin zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu fördern und Synergieeffekte abzuleiten. Viele der für die Automobilindustrie wichtigen Posten sind im Klima- und Transformationsfonds (KTF) verankert, dessen Wirtschaftsplan noch nicht veröffentlicht ist. Die Regierung hat aber bereits deutliche Einsparungen bei den Programmausgaben angekündigt. Das kann für die Transformation der Automobilindustrie wichtige Mittel treffen, zum Beispiel die Tank- und Ladeinfrastruktur, die Batterieforschung oder Strompreisentlastungen. Hier werden wir mit Nachdruck darauf drängen, dass sich die notwendige Priorisierung im Haushalt auch an den wirtschafts- und geopolitischen Realitäten orientiert.</p>]]></description><dc:creator>Verband der Automobilindustrie</dc:creator></item></channel></rss>